Der Slowakische rauhaarige Vorstehhund
Der Slowakische rauhaarige Vorstehhund

FCI - Standard Nr. 320   /   24. 07. 1996 / D

 

SLOWAKISCHER RAUHBART

(Slovenský hrubosrstý stavač)

 



ÜBERSETZUNG : Frau Michèle Schneider.

 

URSPRUNG : Slowakei.

 

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 06. 01. 1995.

 

VERWENDUNG : Vorstehhund.

 

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 7  Vorstehhunde.

                                          Sektion 1.1. Kontinentale Vorstehhunde,

                                                            Typus „Braque“.

                                          Mit Arbeitsprüfung.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Mittelkräftiger Hund vom
Gebrauchshundetyp, aber dennoch edel im Körperbau. Die Grundfarbe des
Haarkleides nennt man „Grau“, und das Haar ist rauh. Er muss sich zur Arbeit in der Ebene, im Wald und im Wasser eignen, vor allem aber zur Arbeit nach dem Schuss, zur Nachsuche nach verletztem Wild und zum Apportieren. Er ist gehorsam und leicht auszubilden.

 

WICHTIGE PROPORTIONEN :

  • Die Widerristhöhe:
         Beträgt 62 bis 68 cm für die Rüden und 57 bis 64 cm für die Hündinnen.
  • Form : Das Verhältnis Rumpflänge zu Widerristhöhe beträgt beim Rüden    10 :9 und bei der Hündin 10 : 8.
  • Typ : Der kräftig gebaute Hund wird erwünscht, nicht aber ein Hund vom schweren Typ.

 

KOPF :

Gesamterscheinung :
Ausreichend lang, trocken, ohne Hautfalten, in gutem Verhältnis zum Körper
stehend.

 

OBERKOPF :

Schädel : Von
rechteckiger Form; die Augenbrauenbogen müssen betont und die Stirnfurche
sichtbar sein; beim Anfassen kann man den Hinterhauptkamm fühlen.

Stop : Ist
mäßig geneigt (etwa 45°).

 

GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm :
Ausreichen groß, dunkel und mit breiten Nasenlöchern.

Fang :

Hat ungefähr die selbe Länge wie der Schädel; er ist ausreichen tief und breit; der Unterkiefer ist regelmässig und kräftig gebaut und zeigt ein gut entwickeltes Gebiss; der Nasenrücken ist gerade.

Lefzen :
Mittelmässig entwickelt, gut anliegen dune von dunkler Farbe.

Gebiss :

Gut entwickelt und schließt als Schere.

Augen :
Mandelförmig, gut in die Augenhöhle eingebettet, bernsteinfarben und von
intelligentem Ausdruck. Bei Welpen und Junghunden sind sie azurblau. Die Lider sind von dunkler Farbe.

Behang :

Hat eine passende Länge und ist über der Augenlinie angesetzt; der Ansatz ist breit, und der Behang ist abgerundet.

 

HALS : Mittellang, trocken, ohne Hautfalten, gut bemuskelt, hoch in den Widerrist eingefügt.

 

KÖRPER : Allgemeines Erscheinungsbild, obere Linie : Der Hund ist kompakt gebaut, eher großrahmig, mit geradem Rücken; der Hals ist hoch angesetzt und der Kopf wird hoch getragen.

Widerrist :
Betont und gut in die Rückenlinie eingefügt.

Rücken :
Gerade, gut bemuskelt, fest und sehr leicht nach hinten geneigt.

Kruppe :
Breit, ausreichend lang und weder überbaut noch abgeschlagen.

Brust :
Ausreichend lang und breit, oval; sie steht im passendem Verhältnis zum
restlichem Körper und reicht bis zum Ellenbogen herab. Die Rippen sind gut
gewölbt; die Vorderbrust ist gut entwickelt.

 

Untere Profillinie und Bauch :
Mäßig aufgezogen.

 

RUTE : Mäßig dick; eher hoch angesetzt; beim ruhenden Hund
nach unten, beim Hund in der Bewegung horizontal getragen; reich behaart, aber
nicht borstig; die Rute ist auf halber Länge kupiert.

 

 

GLIEDMASSEN

 

VORDERHAND :
Insgesamt gut entwickelt, von vorn und von der Seite betrachtet senkrecht.

Schulter :

Gut entwickelt und muskulös, schräg liegendes Schulterblatt.

Winkel Schulterblatt-Oberarmbein :

110°.

Ellenbogenwinkel :
135°.

Unterarm :
Senkrecht und mit trockener, betonter Muskulatur.

Vorderfusswurzel :

Praktisch senkrecht.

Vordermittelfuss :
Recht kräftig, verhältnismäßig kurz, nahezu senkrecht.

Vorderpfoten :
Rundlich mit eng aneinanderliegenden und gut gewölbten Zehen; die Krallen und Ballen sind von dunkler Farbe; die Nägel der Innenzehen müssen entfernt werden.

 

HINTERHAND :

Allgemeines :

Aus der Seitenansicht insgesamt gut gewinkelt und von hinten betrachtet gut
senkrecht.

Oberschenkel :
Ausreichend lang, breit und gut bemuskelt.

Hüftwinkel:
(Hüftbein-Oberschenkelbein) :

80° bis 85°.

Winkel Oberschenkelbein-Schienbein (Knie) :

Zwischen 125° und 130°.

Unterschenkel :
Breit, ausreichend lang und gut bemuskelt.

Sprunggelenkswinkel :
Zwischen 125° und 135°.

Hintermittelfuss :
Nahezu senkrecht.

Hinterpfoten :
Rundlich mit eng aneinanderliegenden und gut gewölbten Zehen; die Krallen und Ballen sind von dunkler Farbe; Afterkrallen müssen entfernt werden.

 

GANGWERK :

Gleichmäßig, lebhaft; bei der Arbeit im ebenen Gelände galoppiert der Hund.

 

 

HAUT :

Mitteldick, elastisch, ohne Falten, von grauer Farbe.

 



HAARKLEID

 

HAAR :
Unterwolle :

kurzer und dünner Flaum, der sich im Sommer gewöhnlich verliert.
Das Deckhaar ist ungefähr 4 cm lang, rauh, gerade und anliegend; an der
Unterseite des Fangs sind die Haare länger und weicher und bilden einen Bart;
über den Augen sind sie stärker ausgeprägt und schräg aufgerichtet; Stirn und
Hinterhaupt sind von kurzen, rauen Haaren bedeckt; auf dem Behang sind sie kurz und weich; die Rute ist reich behaart.

 

FARBE :

Der Grundton ist ein kastanienbraun schattiertes Sandfarben (als „Grau“ bezeichnet) mit helleren oder dunkleren Varianten, mit oder ohne weiße Abzeichen an den Gliedmaßen und an der Brust; oder auch „Grau“ mit mehr oder weniger großen Flecken, eventuell getüpfelt.

 

 

FEHLER :

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.

 

SCHWERE FEHLER :

  • Im Verhältnis zum Standard zu groß oder zu klein.
  • Viel zu helle, bis ins Weißliche gehende Farbe.
  • Schwere, unedle Erscheinung.
  • Zu kräftiger Kopf.
  • Aufgewölbter Rücken.
  • Behang zu lang oder zu dick.
  • Haar zu lang oder seidig.
  • Haar zu kurz, ohne Bart.

 

 

 



AUSSCHLIESSENDE FEHLER :

  • Aggressi oder ängstlich.
  • Anderer Grundton als „Grau“ (kastanienbraun schattiertes Sandfarben).
  • Alle anatomischen Fehler wie unterer oder oberer Prognathismus, Entropium,
    Ektropium, ungleichmäßige Stellung der Gliedmaßen.

 

 

Hunde,
die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen,
müssen disqualifiziert werden.

 

 

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte
Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

 

 

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